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Atem − Das Fundament

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Wenn der Alltag von Anspannung, ständigem Funktionieren oder innerer Unruhe geprägt ist, kann dein Atem zu einem Ausgangspunkt werden, um wieder wahrzunehmen, was in dir geschieht. Atemarbeit bei Mare In bedeutet, sich den eigenen Atem wieder bewusst zu machen und ihn als Zugang zu Körper und Nervensystem nutzen. Mare In verbindet fundiertes Wissen über Atmung mit bewusster Körperwahrnehmung und persönlicher Begleitung.

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Vielleicht kennst du das …

 

Du funktionierst. Erledigst, was getan werden muss. Du bist für andere da.

Und trotzdem merkst du, dass etwas nicht stimmt. Du kommst nicht richtig zur Ruhe. Deine Gedanken laufen weiter. Dein Körper ist angespannt. Du fühlst dich entfernt von dir selbst. Vielleicht hast du längst vergessen, wie sich echte Ruhe überhaupt anfühlt.

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Dann kann es sinnvoll sein, nicht noch mehr leisten zu wollen – sondern zunächst wieder wahrzunehmen.

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Der Atem kann dabei ein Anfang sein.

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Die meisten Menschen atmen heute zu flach, zu schnell und zu viel. Nicht, weil sie es so wollen, sondern weil ihr System im Überlebensmodus läuft. Was wir dabei verlieren, ist nicht Luft, sondern der Zugang zu Ruhe, Klarheit und Intuition.

 

Doch Atmen ist kein Reflex. Es ist eine Entscheidung.

In der Tiefe – unter Wasser wie im Leben – kannst du nicht kontrollieren, was du nicht regulieren kannst. Wenn du lernst, deinen Atem zu führen, führst du dein Nervensystem, deine Emotionen und deine Leistungsfähigkeit. Wir betrachten den Atem im Coaching daher nicht als Beiwerk, sondern als das Fundament.

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​​Wir arbeiten mit dem Atem nicht als bloßem Werkzeug, das möglichst schnell zu einem bestimmten Zustand führen soll.

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Wir beobachten den Atem und erkennen, was er uns über uns sagt.

Wir verstehen, was sich durch gezielte Hypoventilation und CO₂-Toleranz verändert. 

Wir lernen, unseren Atem bewusst zu steuern.

Wir nutzen den Atem, um unseren Herzschlag zu verlangsamen, unsere Sinne zu schärfen und uns auf den Moment vorzubereiten, in dem, was an der Oberfläche passiert, keine Rolle mehr spielt. In der Tiefe existiert nur noch der eigene Rhythmus.

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Der Atem wird zur Verbindung zwischen Körper, Wahrnehmung und innerem Erleben.

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ATEMARBEIT − Zurück zu Ruhe, Klarheit und zu dir selbst​

Was Atemarbeit bei Mare In bedeutet

DIE WISSENSCHAFT HINTER DEM ATEM

Atmen ist die elementarste Bewegung des Lebens – und zugleich eine der am meisten missverstandenen. James Nestor zeigt in seinem Buch „Breath“, dass viele chronische Beschwerden der modernen Gesellschaft aus einem Zuviel an falschem Atem entstehen. Chronische Überatmung (zu schnell, zu flach, durch den Mund) versetzen den Körper dauerhaft in einen Alarmzustand. Dabei ist nicht Sauerstoffmangel das Problem, sondern ein zu niedriger CO₂‑Spiegel im Blut. CO₂ ist kein Abfallprodukt. Es ist ein Schlüsselreiz, der Blutgefäße erweitert, Sauerstoff aus dem Hämoglobin freigibt und das Nervensystem beruhigt. Sinkt der CO₂-Gehalt im Blut dauerhaft, verengen sich Gefäße, das Gehirn interpretiert die Situation als Gefahr – Angst und Stress steigen, obwohl objektiv keine Bedrohung vorliegt. Die Recherchen von James Nestor stellen mit Blick hierauf die Überlegenheit der Nasenatmung heraus. Die Nase ist kein passives Rohr, sondern ein hochkomplexes Regulationsorgan. Beim Atmen durch die Nase wird die Luft nicht nur gefiltert, befeuchtet und erwärmt. Es entsteht außerdem Stickstoffmonoxid (NO) – ein Gas, das antibakteriell wirkt, die Durchblutung verbessert und die Sauerstoffaufnahme in der Lunge erhöht. Mundatmung umgeht all diese Mechanismen und verstärkt Überatmung, was langfristig mit Schlafstörungen, Angst, Asthma und vielfältigen Stresssymptomen zusammenhängen soll. Nestor beschreibt außerdem Forschung, die zeigt, dass eine Atemfrequenz von ungefähr 5–6 Atemzügen pro Minute (oft als „Resonanzatmung“ beschrieben) messbare Effekte hat. Herz und Atmung synchronisieren sich (Herzratenvariabilität steigt), der Vagusnerv wird aktiviert, die Amygdala (Angstzentrum) wird gehemmt und der Parasympathikus übernimmt. Das Ergebnis ist kein „Entspannungsgefühl“, sondern ein neurobiologisch messbarer Zustand von innerer Ordnung. Ein weniger bekannter, aber zentraler Punkt im Buch: nicht das Einatmen ist der limitierende Faktor – sondern das vollständige und verlängerte Ausatmen. Studien, auf die Nestor sich bezieht, zeigen, dass viele Menschen chronisch „zu wenig ausatmen“. Dabei senkt eine verlängerte Ausatmung Stress schneller als tiefe Einatmung. Physiologisch bedeutet das: Loslassen hat mehr Fülle zur Folge. Schon minimale Veränderungen der Atmung können Biochemie, Nervensystem und Wahrnehmung tiefgreifend verändern – nachhaltiger als rein kognitive Interventionen. Atmung ist die einzige Körperfunktion, die autonom abläuft und gleichzeitig bewusst gesteuert werden kann. Damit wird die Atmung zur direkten Brücke zwischen Körper, Emotion und Bewusstsein.

Image by Daiga Ellaby
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