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SHARED BREATH

Vertrauen. Verantwortung. Verbindung unter der Oberfläche.

Es gibt Teams, die funktionieren.

Sie sind meist primär auf Aufgabenabwicklung ausgerichtet. Jede Person erfüllt die ihr zugewiesene Rolle, um das von ihr erwartete Einzelergebnis zu erreichen. Solche Teams arbeiten oft effizient, aber mit klaren Grenzen zwischen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten. Zusammenarbeit ist hier häufig transaktional, das heißt, Handlungen, Beziehungen oder Prozesse basieren auf dem Prinzip quid pro quo; Leistung wird gegen Gegenleistung erbracht. Das Handeln jeder Person ist rein einzelergebnisorientiert. Ein gemeinsames höheres Ziel mag jedem Mitglied bewusst sein, steht jedoch nicht im Fokus des Einzelnen.

Und das zuvor dem „Team“ gesteckte Ziel bleibt am Ende, was es ist. Es wird erreicht oder eben nicht.

Image by Vitaly Gariev
Image by Vitaly Gariev

Und es gibt Teams, die einander tragen.

Sie funktionieren relational, also in Beziehung zu- und in Verbindung miteinander. Menschen übernehmen nicht nur Verantwortung für ihre Aufgaben, sondern auch Mitverantwortung für das Gelingen der anderen und für die gemeinsame Entwicklung. Fehler werden eher als Lernmomente verstanden und gemeinsam behoben, Vertrauen ersetzt Kontrolle und Ziele werden nicht nur erreicht, sondern gemeinsam weiterentwickelt, vertieft oder erweitert, weil die Qualität der Zusammenarbeit aufgrund von Synergien selbst neue Möglichkeiten hervorbringt, die vorher nicht sichtbar waren. Das Team wächst dank höherer Anpassungsfähigkeit, Innovationskraft, Resonanz und einer kollektiven Intelligenz über sich hinaus und erzielt Ergebnisse, die besser, kreativer und nachhaltiger sind, als geplant. Das Ziel wird nicht nur erreicht oder übertroffen. Es wird transzendiert, weil etwas entsteht, was im ursprünglichen Zielrahmen gar nicht vollständig enthalten war.

Shared Breath bietet einen Erfahrungsraum, in dem Menschen einander auf anderer Ebene begegnen und dadurch miteinander wachsen. In dem gegenseitige Verantwortung real und Vertrauen nicht besprochen, sondern gelebt wird.

Denn unter Wasser verändert sich alles. Hier zählen keine Positionen, keine Rollen, keine gewohnten Dynamiken oder Hierarchien. Was hier bleibt, ist das Wesentliche: Aufmerksamkeit, Verlässlichkeit und Präsenz.

 

Uns unter Wasser bedingungslos aufeinander verlassen zu können, ist existentiell. Wenn und das gelingt, entsteht ein echtes Team.

 

Worum es geht

 

Jeder Tauchgang basiert auf dem Partner-Prinzip:

Zwei Menschen übernehmen Verantwortung füreinander – vom ersten Ausrüstungscheck bis zum sicheren Auftauchen. Diese Verantwortung bedeutet, den anderen nicht nur zu sehen, sondern auf ihn zu achten; mit dafür zu sorgen, dass seine Ausrüstung vollständig und in Ordnung ist, bei ihm zu bleiben, egal, was kommt und dafür zu sorgen, dass er zurückkommt. Diese Verantwortung bedeutet, im Zweifel auch die Fehler oder Nachlässigkeiten des anderen zu beheben oder aber mitzutragen, ohne hierfür eine Gegenleistung zu verlangen.

 

Das ist kein Spiel.  

Das ist Realität.

 

Und genau diese Realität macht sichtbar, was in Teams oft verborgen bleibt:

 

                * Wie gehen wir miteinander um?

                * Vertrauen wir wirklich – oder nur oberflächlich?

                * Kann ich mich wirklich bedingungslos und zu 100 % auf dich verlassen?

                * Wer übernimmt Verantwortung – und wer zieht sich zurück?

 

Shared Breath ist gedacht für Teams, die mehr wollen als ein gemeinsames Erlebnis.

 

                * Unternehmen, die Zusammenarbeit auf ein neues Niveau heben wollen

                * Teams, die über sich hinauswachsen wollen

                * Familien, die ihre Verbindung neu entdecken wollen

                * Gruppen, die eine tiefere Ebene des Miteinanders erreichen wollen

 

Der Ablauf

 

1. Ankommen & Ausrichtung - Ein bewusster Einstieg an Land.

Kein klassisches Coaching – sondern ein klarer Raum für Wahrnehmung, Haltung und das, was zwischen den Menschen aktuell ist. Hier geht es um Sicherheit; um die Möglichkeit, das auszusprechen, was häufig aus falsch verstandener Rücksichtnahme unausgesprochen bleibt und dadurch unerkannt dauerhaft blockiert.

Nur wer nicht funktionieren muss, sondern auch aussprechen darf, was ihn belastet, ohne Angst haben zu müssen, dafür bewertet oder ausgeschlossen zu werden, kann  seine ganze Kraft in ein gemeinsames Ziel investieren.

Und nur wer in der Lage ist, mit der Kritik eines anderen Menschen umzugehen, sie unabhängig von der Art der Formulierung nicht als persönlichen Angriff, sondern als Hinweis zu betrachten, welche Wirkung das eigene Handeln auf den anderen hat und hier mit Verständnis und Rücksichtnahme auf den anderen zuzugehen, kann seinerseits zum Gelingen des Ganzen beitragen.

 

2. Vorbereitung & Verantwortung

 

Gemeinsames Kennenlernen der Ausrüstung und der Abläufe.

Der Buddy-Check wird hier zum ersten Schritt echter Verbindung: Die Tauchpartner stellen nicht nur sicher, dass ihre eigene Ausrüstung vollständig und in einwandfreiem Zustand ist, sondern überzeugen sich gleichermaßen, dass dies auch für die Ausrüstung ihres Partners zutrifft. Sich hier aufeinander verlassen zu können; insbesondere auch, den anderen das eigene Handeln überprüfen und notfalls korrigieren zu lassen, kann unter Wasser den entscheidenden Unterschied machen.

 

3. Geführte Tauchgänge

 

Im Wasser entsteht, was an Land oft keinen Raum hat.

Wir kommunizieren reduziert und nonverbal. Hier ist kein Raum für Missverständnisse. Dies bedeutet unbedingte Einigkeit über die Bedeutung von Handzeichen, die achtsame Wahrnehmung des Partners und die Fähigkeit, anhand seines Gesichtsausdrucks, seiner Bewegungen und seiner Atmung zu erkennen, wie es ihm geht.

Unter Wasser hat gegenseitiges Vertrauen – sich aufeinander verlassen können - oberste Priorität. Egal, was uns begegnet; sei es ein besonders schöner Fisch, ein beeindruckendes Riff, eine plötzlich auftretende Strömung oder eine Angst machende Situation: die Partner bleiben immer so nah beisammen, dass sie einander mit maximal drei kräftigen Flossenschlägen erreichen können.

Auf diese Weise trägt jedes Mitglied des Tauchteams den anderen und wird von ihm getragen.

 

4. Integration & Coaching

 

Zurück an der Oberfläche wird sichtbar, was erlebt wurde.  Hier verbinden wir Erfahrung und Bewusstsein:

Wie haben wir Verantwortung und Vertrauen erlebt und wie hat dies unser Erleben unter Wasser beeinflusst?

Was ist uns schwer gefallen und was zeigt uns das über uns selbst und über unser Miteinander?

 

Klar, ruhig und ohne Bewertung.

 

Was bleibt

 

Shared Breath verändert, wie wir uns selbst sehen. Es verändert, wie wir einander sehen. Und genau das ist der Anfang der Veränderung im System hin zu mehr Resonanz und Synergie.

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