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DAS MEER IN ZAHLEN

Manchmal helfen Zahlen, um die Größe eines Zusammenhanges zu begreifen und Bewusstsein zu schaffen.

Unsere blaue Erde

  • Rund 71 % der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Der überwiegende Teil davon sind Ozeane. Sie verbinden Kontinente, regulieren Temperaturen und ermöglichen Leben auf diesem Planeten.

  • Die Meere enthalten etwa 96,5 % des gesamten Wassers der Erde und sind damit das tragende Element unseres globalen Klimasystems.

 

Das Meer ist kein Randraum.
Es ist der wichtigste Lebensraum unseres Planeten.

Image by Sean Oulashin

Wenn das Meer schwerer wird

Mit dem Wachstum unserer Welt wächst auch der Druck auf die Ozeane:

  • Jedes Jahr gelangen schätzungsweise 8 bis 11 Millionen Tonnen Plastik in die Meere – hauptsächlich über Flüsse, Küsten und unzureichend entsorgte Abfälle. Das entspricht etwa einem Müllwagen pro Minute.

  • Ein besonders belastender Teil dieses Mülls sind verlorene oder aufgegebene Fischereimaterialien: sogenannte Geisternetze.

  • Zwischen 500.000 und 1 Million Tonnen Netze, Leinen und Fanggeräte verbleiben jedes Jahr im Meer. Sie machen etwa 10 % des gesamten marinen Mülls aus und sind gleichzeitig eine der gefährlichsten Formen von Meeresverschmutzung.

Diese Materialien zersetzen sich nicht einfach. Sie treiben, verhaken sich, sinken ab – und behindern dabei das, was das Meer am Leben hält.

Warum Entfernen ein Akt des Schutzes ist

Netze, Leinen und Plastikmüll wirken wie Blockaden im natürlichen Kreislauf des Meeres. Sie:

  • ersticken Korallen und Seegraswiesen

  • verfangen Fische, Schildkröten und Meeressäuger

  • unterbrechen Strömungen und natürliche Regenerationsprozesse

Wenn wir solche Fremdkörper aus dem Wasser entfernen, greifen wir nicht in das Ökosystem ein. Wir nehmen etwas weg, das nicht dorthin gehört. Jedes entfernte Netz schafft Raum. Jede eingesammelte Leine entlastet. Jedes Stück Müll bedeutet ein wenig mehr Atem.

Was wir bei MareIn daraus ableiten

Diese Zahlen sind kein Vorwurf. Sie sind eine Einladung.

Bei MareIn verstehen wir Meeresschutz als Teil unserer Begegnung mit dem Wasser:

  • Aktives Entfernen von Müll, Netzen und Leinen, dort wo wir sie finden – achtsam und ohne Schaden am natürlichen Umfeld – auf Wunsch erhält jeder Taucher vor dem Tauchen ein Netz zum Einsammeln von Müll, Netzen und Leinen und eine Weinweisung zum sicheren Vorgehen.

  • Zurückhaltung im Umgang mit Flora und Fauna: Nichts berühren, nichts festhalten, nichts verändern.

  • Bewusstes Erleben, bei dem Wissen, Wahrnehmung und Verantwortung zusammenkommen.

 

Ein stiller Beitrag mit Wirkung

Meeresschutz braucht keine dramatischen Gesten. Er beginnt mit Aufmerksamkeit. Mit dem Hinschauen. Mit dem Entfernen dessen, was den natürlichen Atem behindert.

So wird aus einer Zahl eine Handlung. Aus Wissen eine Haltung. Und aus jedem Tauchgang ein kleiner Beitrag dafür, dass das Meer weiter atmen kann.

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